Guten Abend zusammen,

da warn wir nur noch zu acht. Das sollte der BP-Veranstaltung jedoch kein Abruch tun. Vielmehr hatte sich das Programm zu den vorherigen Veranstaltungen etwas unterschieden. Es war Zeit für den ersten Mini-Input von Corina Rohrer zum Thema: Förderung von Lernkompetenzen. Chapeau Corina! Später dazu mehr.

Zunächst aber lag es an mir, mir etwas für die kleine „obligatotische“ Einführung am Anfang der Stunde zu überlegen. Dazu hatte ich zwei Sachen vorbereitet, wovon wir uns als Gruppe für das „Deckenspiel“ entschieden haben.
Ich war so ehrlich und habe den Teinehmern gesagt, dass ich das Spiel im Buch: einfach systemisch! von Renolder, Scala, Rabenstein gefunden habe.

Jedenfalls haben wir es als Gruppe geschafft, die Decke beim zweiten Versuch zu wenden. Gar nicht so selbstverständlich würde ich sagen. Ergo: anscheindend verstehen wir uns nach sechs Veranstaltungen schon ganz ordentlich:-)

Jetzt aber noch zum zweiten und gleichzeitg dem Hauptteil der Stunde, nämlich dem Mini-Input von Corina.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung hat mir sehr gut gefallen, dass Corina uns Teilnehmer mit in Ihren Input miteinbezogen hat.

Corinas Einstieg war auch gut, jedoch habe ich mir dazu etwas anderes überlegt. Und zwar bin ich auf eine interessante Quelle gestoßen, die über folgende Fragen dasselbe Thema sensibilisiert:

  • Sind Sie mit dem Stil des Unterrichtsgesprächs, mit den Redebeiträgen Ihrer Schülerinnen und Schüler, insbesondere mit dem Gesprächsstil der Schülerinnen und Schüler untereinander zufrieden?
  • Wissen Ihre Schülerinnen und Schüler wie sie sich gezielt auf eine Klassenarbeit vorbereiten
  • Übernehmen Ihre Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihren eigenen Lernerfolg und sind nicht größtenteils passive Teilnehmer des Unterrichtsgeschehens?
  • Können Ihre Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an Informationen auf Kerngedanken reduzieren, diese in einem Schaubild übersichtlich strukturieren und sie dann auch effektiv für eine Präsentation nutzen?
  • Gehen Ihre Schülerinnen und Schüler an komplizierte, problemorientierte Aufgaben motiviert und mit einer Lösungsstrategie heran?
  • Arbeiten Ihre Schülerinnen und Schüler gern und vor allem produktiv in Gruppen zusammen?
  • Zeigen Ihre Schülerinnen und Schüler ein adäquates Sozialverhalten, können Sie Lob und Kritik angemessen aussprechen und ertragen und beherrschensie grundlegende Umgangsformen?
  • Haben Ihre Schülerinnen und Schüler genügend Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, schätzen sie ihre Stärken und Schwächen realistisch ein und ziehen sie die notwendigen Schlüsse daraus?

Die Fragen, bzw. das Buch beziehen sich zwar auf die Sek. I, sind meiner Meinung nach auch für die Lernkompetenz-Förderung in der Sek. II anwendbar.

Wichtig: Die alternative Herangehensweise soll in keinster Weise eine Kritik sein, sondern vielmehr eine Bereicherung bzgl. des von Corina vorgestellten Themas.
Anbei noch der Link zum o.g. Buch: Förderung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen.

Voilà, that’s it so far. Zum interessanten Film: Spitze von Max werde ich vielleicht in einem gesonderten Blog eingehen.

Ich wünsche allen, die wie ich das erste Erfahrungsprakikum vor der Tür stehen haben, alles Gute und eine tolle Zeit!

Bis bald,

Hampi

Grüzi zusammen,

 

die gestrige Veranstaltung begann mit einem interessanten Film zum Konzept der Berufsschule in Zug namens: Mittelpunkt, neue kaufmännische Grundbildung am KBZ (pädagogisch didaktisches Konzept). Hier wurde uns vor Augen geführt, wie wir das, was wir bereits in den Präsenzveranstaltungen zuvor erarbeitet haben, eventuell auch später an unseren Schulen einsetzen können.
Wie wir von Max erfahren haben, der beim Aufbau dieser Infra-Strukur die Fäden in der Hand hatte, bzw. immer noch hat und die Lernenden sowohl coached, als auch mit Rat und Tat unterstützt etc., hat sich diese Form des Lernens bereits sehr gut etabliert und ist vom Schulalltag in Zug nicht mehr wegzudenken.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Berufsschule in Zug gewissermaßen eine Vorreiterrolle bzgl. dieses ICT-,  oder sagen wir besser IKT- lastigen Konzepts einnimmt. 


Mir hat sehr gut gefallen, dass solch ein Umfeld, insbesondere für Sportler, bzw. Leistungssportler eine mir bisher unbekannte Flexibilität bietet. Damit meine ich, und dies wurde im Film sehr schön veranschaulicht, dass Schüler, die aufgrund von Trainingslagern oder Wettkämpfen nicht regelmäßig am Präsenzunterricht teilnehmen können, die Möglichkeit durch e-Learning, distance-Learning, bzw. definierte LernJobs geboten wird sämtliche Aufträge zu bearbeiten. Die Lehrperson gewährleistet nichtsdestotrotz eine optimale Betreuung und orientiert sich dabei an zuvor definierten Rastern, Checklisten und Lernjobs, verbunden mit Zielen die für eine adäquate Beurteilung unablässig sind.


Ich erlaube mir hiermit, das von Corina entwickelte Lernlandschaft einzufügen, die an der  Berufsschule in Zug konkrete Anwendung findet und sowohl von den Schülern als auch von den Lehrpersonen vollkommen angenommen wird, ja sogar ausgebaut und perfektioniert wird. 

 

Kompetenzraster

Checklisten

Lernjobs

= Standards

= Konkretisierung (anhand von Fähigkeiten und skills)

= konkrete Umsetzung / Kompetenzen in action

global/abstrakt/fächer-unabhängig formuliert

auf ein Produkt/Fach bezogen

auf eine konkrete Situation bezogen (darf auch fächer-übergreifend sein)

 

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, dann wäre ich über solche Möglichkeiten sehr froh gewesen. Ich fand mich nämlich nicht nur einmal in der Situation, dass ich während eines Trainingslagers den kompletten Stoff von 1-2 Wochen verpasst habe und kaum in der Lage war, diesen im Anschluss nachholen zu können. Ich war von 14 Jahren bis zu meinem Abitur Radrennsportler. Ein sehr aufwendiger Sport kann ich euch sagen! Und manchmal frag ich mich, wie ich das alles unter einen Hut gebracht habe in unserer „alten Schule“, ohne ICT, IKT. Bei uns wurde nur ein wenig DOS gelehrt:-)

Das war’s auch schon wieder. Ach, unter einer Vielzahl von Videos zum Thema Distance learning hat mir dieser recht gut gefallen.

Falls es Euch interessiert, könnt Ihr ihn Euch ja mal anschauen: Distance Learning.

 

Euer Hampi

 

Hallo Zusammen,

bezugnehmend auf die BP-Veranstaltung vorgestern, möchte ich mich heute etwas näher mit dem Kompetenz-Begriff befassen. Kompetenz, was ist das eigentlich?
Hierzu vielleicht erstmal eine kleine Grafik :

John Erpenbeck versteht Kompetenz als „im Handeln aktualisierbare sozial-kommunikative, aktionale und persönliche Handelsdispositionen und immer auch das notwendige Wissen …“ ( Erpenbeck 1996, 10), um „eine ‚offene’ Zukunft nicht nur adaptiv, sondern produktiv und kreativ zu bewältigen“ ( Erpenbeck & Heyse 1999, 23) bzw. als „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“ ( Weinert 2001, 27 f.). Zur Analyse und Systematisierung dieser Konzepte wird ein Modell eingeführt, das (1) die Ebene der internalen Bedingungen (Kompetenz), (2) die Ebene der aktuellen Vollzüge (z.B. Verhalten) und (3) die Ebene der Umgebungsbedingungen (z.B. Situation oder Aufgabe) mit den erfassbaren Komponenten Verhalten, Situation oder Aufgabe nebst zugehöriger Lösung enthält. Hier sprechen Erpenbeck & Heyse von Kompetenz (5).


John Erpenbeck

An dieser Stelle möchte ich auch auf Corina’s blog verweisen, denn Corina listet die vier Hauptkategorien von Kompetenzen nach Erpenbeck auf und spricht davon, dass Schüler dahingehend trainiert werden sollten, bzw. unterrichtet werden sollten,  dass sie: „selbstorganisiertend“, selbstsändig, selbstlenkend  handeln/lernen.

Hierzu kommt mir noch das immer wieder von Peter Heiniger im Fach: allg. Didakik skizzierte Eisberg-Modell in den Sinn:


Hiernach sind nur etwa 10% der Kompetenz sichtbar. Im obigen Bild ist die Rede von hard facts. Was ist aber mit den 90% unter dem Wasser, den soft facts?

Peter Heiniger postuliert immer wieder, dass es in den nächsten Jahren zu einem Paradigmenwechsel an den Schulen kommen wird! Dabei soll an den Schulen immer mehr die soziale Kompetenz, also das situative angemessene Verhalten, an Bedeutung gewinnen. Ob dies jedoch im Verhältnis 1:9 einfach umgekippt werden kann, ist meiner Meinung nach mehr als fraglich.

Vielleicht können wir bei Max auch einmal dieses Eisberg-Modell diskutieren, da hier der Kompetenzbegriff und die „Einstufung“ in Kategorien nach Erpenbeck sehr gut darauf angewendet werden kann.

Etwas Lustiges zum Schluss:
Was ihr Euch auch noch unbedingt zum Thema Kompetenz anschauen müßt! Youtube macht’s möglich. Kompetenz Kompetenz Kompetenz. Ohne Worte:-)

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal,

Euer Hape

Hallo Zusammen,

eigentlich hatte ich mir vorgenommen früher zu bloggen, jedoch hat mir eine hartnäckige Grippe einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich ein paar Tage ans Bett „gefesselt“.

But here we go again.

Ich war gestern Abend noch auf einer interessanten Veranstaltung mit dem Titel: „Der lange Weg zum guten Lehrer“. Der Vortrag fand um 16h im Sparkassen-Carée in Tübingen statt und ich muss sage, dass der riesen Saal gut besucht war! Die meisten Zuhörer waren natürlich – wie kann es bei dem Titel auch anders sein - Lehrer:-) Und ratet mal wer diesen Vortrag gehalten hat!? Helmut Fend. Herr Prof. Dr. müsste jedem von Euch eigentlich ein Begriff sein, denn er ist sowas wie ein „Guru der Entwicklungspsychologie“.

Unser Professor Herr Brüllmann, bei dem wir ja alle das Pflichtfach AE (angewandte Erziehungswissenschaften) haben, hält auch große Stücke von Herrn Prof. Dr. Fend. Und das nicht nur weil er selbst bei ihm an der Uni in Zürich studiert hat.

Zudem arbeiten wir ja auch mit Prof. Dr. Fends Lehrbuch: „Entwicklungspsychologie des Jugendalters“ im Fach AE.

Ich möchte nun nicht den 2-stündigen Vortrag „protokollieren“, sondern beschränke mich auf die Quint-Essenz(-en), die ich aus der Veranstaltung gezogen habe.
Prof. Dr. Fend verwendetet immer wieder in seiner Ausführung den Begriff ‘Synchronisierung’.

Was ist darunter zu verstehen?
Prof. Dr. Fend versteht unter dem Synchronisierungs-Auftrag der Lehrer die stofforientierte versus die institutionsorientierte Herangehensweise. Dies hat Prof. Dr. Fend in diversen Studien auch empirisch untersucht und die Ergebnisse dieser Studien hat er gestern dem Plenum vorgestellt.

Für Prof. Dr. Fend zählt die Synchronisierung zum „Kerngeschäft“ des Unterrichts.

Um mich jedoch nicht in Details zu verstricken und den Blog auch nicht zu lang werden zu lassen, hier die Schlussfolgerungen zum Thema, die wir auch gerne in einer BP-Sitzung aufnehmen können und diskutieren können. Die folgenden vier Punkte sind wie geschaffen für eine anregende Diskussion!

1. Synchronisierungsfähigkeiten sind Kernkompetenzen der Lehrpersonen.
2. Gute Lehrer sind Experten in der Übersetzung von Sachstrukturen in Abläufe, Prozesse und Stolpersteine beim Erwerb dieser Sachstrukturen.
3. Gute Lehrpersonen sind exzellente Diagnostiker von Lernproblemen.
4. Gute Lehrpersonen haben aus ihrer Fachkompetenz heraus einen „genauen Blick“, welches die Probleme eines Schülers sind und welche typischen Fehler er macht.

Fazit: Gute Lehrer sind omnipräsente Koreographen des „komplexen Systems“: Unterrichtklasse.

So long, ich hoffe, mein Blog regt zum diskutieren an.

Euer Hampi

Hallo,

endlich ist es auch bei mir soweit und ich schreibe meinen ersten Blog zum Fach: Berufspädagogik bei Max Woodtli.
Im Rahmen meiner Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Thurgau, möchte ich mich in den kommenden Monaten mit dem bloggen interessanter Inhalte hinsichtlich Berufspädagogik, Pädagogik im allgemeinen befassen.
Dies soll jedoch nicht nur eindimensional geschehen, sondern soll interaktiv mit allen Kommilitonen und dem Inter(nationalen)Netz durch eine sinnvolle und konstruktive Vernetzung passieren, die einen Mehrwert in o.g. Bereichen darstellt.

Hierbei fällt es öfteren der Begriff des web 2.0. Dabei steht nicht mehr nur das „Konsumieren“ des Internetusers im Vordergrund. Vielmehr wird auf die Interaktion und die Partizipation Wert gelegt, damit ein Mehrwert für alle Benutzer entsteht!

Am 30. September 2005 schrieb Tim O'Reilly einen Artikel, der das Thema grundlegend erklärt. Die hier abgebildete TagCloud zeigt die Prinzipien des Web 2.0. Sie wurde von Markus Angermeier am 11. November 2005 veröffentlicht.

Bezüglich der Inhalte der letzten BP-Veranstaltungen bin ich so frei und verweise auf die bereits geschriebenen Beiträge (Blogs) meiner Kommilitonen Corina Rohrer und Martin Wenk. (Vielen Dank!)

- BP Blog von Corina Rohrer
- BP Blog von Martin Wenk

Ich habe mir beide Blogs angeschaut und bin der Meinung, dass ich bzgl. der Inhalte der beiden BP Veranstaltungen nichts weiteres dazufügen kann.

Vielmehr möchte ich noch kurz auf das bereits diskutuierte Thema: Coaching als Instrument zur Motivation und Richtungsgebung eingehen.

Hier gefällt mir folgener Ansatz: Ein Coach ist ein „Interpret des Realen“, der die subjektive Wirklichkeit seiner Coachees neu beleuchtet und erweitert; er kann auch als ‘Kutscher’ durch schwieriges Gelände bei manchmal widrigem Wetter bezeichnet werden.

Ein guter Coach ist ein aufmerksamer Begleiter, Förderer, Zuhörer und Aufdecker – nie ein Dogmatiker mit Lösungsangeboten á la „richtig – falsch“, „gut – schlecht“, „tun – lassen“ und hat sorgfältig darauf zu achten, dass kein Abhängigkeitsverhältnis zu seinem „Coachee“ entsteht.

Ich bin gespannt was wir hierzu noch in den kommenden Veranstaltungen bei Max lernen bzw. was wir dann wirklich in die Schulen mitnehmen können, damit wir diesen wichtigen Aspekt – insbesondere an Berufsschulen oder dergleichen – in die Praxis umsetzen können.

Bis bald,

Hampi

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